24. August 2021

Farben

Einführung: Wie Farben wirken

Farben können unser Wohlbefinden und unser Lebensqualität entscheidend mitbestimmen.
Denn Farben sind Schwingungen des Lichts, die von unserem Körper aufgenommen werden und unseren Organismus und unsere Psyche beeinflussen. Wer kennt nicht die stimmungshebende Wirkung, die ein strahlend blauer Sonnentag hat?

Farben lösen beim Menschen Gefühle und Assoziationen aus und können dadurch zu unbewußten Reaktionen führen. Diese Wirkungen entstehen nicht nur durch die individuellen Erfahrungen jedes Einzelnen. Sie können auch das Ergebnis jahrhundertealter Traditionen sein.

Deshalb besitzen Farben auch symbolischen Charakter. Und abhängig von den einzelnen Kulturkreisen gibt es Unterschiede, welche Bedeutung den Farben zugeordnet werden. So ist z.B. in China Weiß die Farbe der Trauer, ganz im Gegensatz zur westlichen Welt.

Die Wahrnehmung eines bestimmten Farbtons kann sich durch die umgebenden Farben erheblich verändern. Deshalb haben die möglichen Eindrücke, die eine bestimmte Farbe auslöst, auch eine gewisse Bandbreite. Im positiven wie auch negativen Sinne: So kann Blau einmal Ruhe ausstrahlen und in einem anderen Zusammenhang einfach nur kalt wirken.

Trotzdem hat jeder Farbbereich (z.B. alle Gelbtöne) seine ganz bestimmten Eigenschaften und löst so Assoziationen aus, die grundsätzlich für die meisten Menschen gelten. Das Wissen um diese Farb-Wirkungen sollte man bei der Gestaltung seiner Räumlichkeiten berücksichtigen, da man so seine Wohn- und damit Lebensqualität erheblich steigern kann.

Kleine Farblehre für’s Wohnen

Eine Farbe kann je nach Art und Grad der Mischung anders wirken. Und obwohl ein Hellblau nicht exakt den gleichen Effekt hat wie Hellrot, so haben sie doch etwas gemeinsam: eine allgemeine Wirkung.

Reine (gesättigte) Farbtöne:
Gesättigte Farbtöne wirken dominant. Sie können deshalb auch laut und aufdringlich wirken. Diese Farbtöne haben eine starke Leuchtkraft, mit der sie sich gegenseitig Konkurrenz machen. Man verwendet sie am besten in kleinen Mengen und/oder in Zusammenhang mit ungesättigten oder unbunten Farbtönen.

Entsättigte Farbtöne:
Man entsättigt eine Farbe indem man sie mit Grau oder Schwarz vermischt, wodurch sie ihre Leuchtkraft verliert. Entsättigte Farbtöne wirken zurückhaltend und gedämpft, wie hinter einem Grauschleier. Sie sind völlig unaufdringlich und vermitteln den Eindruck von vornehmer Zurückhaltung. Sie wirken sanft und schmeichelnd und werden deshalb auch gern im Modebereich benutzt, wo sie auch als “Puderfarben” bezeichnet werden.

Zarte Farben (Pastellfarben):
Zarte Farben vermitteln den Eindruck von Empfindlichkeit. Zarte Pastelltöne wirken zerbrechlich wie Porzellan. Sie eignen sich gut als Hintergrundfarben oder um zarte, empfindliche Objekte zu unterstreichen.

Dunkle Farbtöne:
Dunkle Farben vermitteln Schwere. Sie können ein Gefühl der Geborgenheit erzeugen, können aber auch düster, bedrückend und einengend wirken.

Helle Farbtöne:
Helle Farben wirken leicht und freundlich. Sie vermitteln einen Eindruck von Weite, von viel Raum oder auch von Leere. Sie wirken stimmungsaufhellend und belebend.